11.07.2014

    TRIUMPH Rennserien rocken Hockenheim

    TRIUMPH-Challenge und TRIUMPH Street Triple-Cup drücken am 28./29. Juni dem MOTORRAD-Festival in Hockenheim ihren Stempel auf und begeistern mit vier spannendenden und teils denkwürdigen Rennen. Michael Kunz holt sich einen blitzsauberen Doppelsieg in der T-Challenge, Ole Bartschat und Gabriel Noderer fahren je einen Laufsieg im T-Cup heraus.

    Das gab es in der inzwischen seit 2008 andauernden Erfolgsgeschichte der TRIUMPH-Hobbyrennserien noch nie: über 70 Starter trafen sich im Hockenheimer Motodrom. Absoluter Rekord, all time high. Wie kommt das? Sehr einfach. Virales Marketing via daytona-675.de und dem t5-net.de und die tatkräftige, nimmermüde Werbung von Challenge-Mitinitiator Thomas Rothmund zeigten Wirkung. Neben dem etablierten TRIUMPH Street Triple-Cup, der seit 2008 am Start ist, hat sich die TRIUMPH-Challenge von einer kleinen Gemeinschaft quasi über Nacht zu einer sehr ernstzunehmenden Hobbyrennserie gemausert. Inklusive Gaststarter nahmen 46 (!) T-Challenger die Herausforderung Hockenheim an.

    Wie erfolgreich diese beiden Baureihen sind, das zeigt vor allem die TRIUMPH-Challenge eindrucksvoll. Startberechtigt sind alle sportlichen TRIUMPH-Motorräder, dominiert wird die Serie von der Daytona 675, wobei auch ganz alte und liebevoll gepflegte Schätzchen aus dem ersten Modelljahr 2006 noch Chancen aufs Podium haben. Thomas Rothmund belegte das im 2. Lauf mit einem 3. Platz sehr eindrucksvoll mit seiner in Ehren ergrauten 675, die seit 2007 in diversen Rennserien ihren Dienst tat, unter anderem auch in der Langstrecken-WM. Und nun also mit Leib und Seele TRIUMPH-Challenge.

    Wenig überraschend, dass Franky Heidger, erfolgreichster TRIUMPH Street Triple-Cup-Starter der Neuzeit, für 2014 eine neue Herausforderung in just dieser TRIUMPH-Challenge suchte. Leistungsmäßig ist er mit seiner nahezu serienmäßigen Cup-Street Triple natürlich etwas unterlegen. Was Heidger, gestählt in über 25 Jahren Profirennsport, mit Fahrkönnen kompensiert und sich überraschend die Poleposition sicherte. Rang 2 im ersten Lauf war eine Demonstration von Fahrkunst; 1.53er-Rundenzeiten mit einem 105 PS-Motorrad auf dem Highspeed-Kurs in Hockenheim sind für normale Hobbyfahrer gleichbedeutend mit dem Reich der Fabeln. Schade für Heidger, Zweiter des 1. Rennens, dass er im zweiten Lauf von einem Kollegen abgeräumt wurde, der sich beim Anbremsen dramatisch überschätzt hatte. Franky war aber beileibe nicht der einzige Pechvogel. So ist das halt im Rennsport. Viele Fahrer mit einem beseelten Lächeln im Gesicht, einige eher betrübt, manche sogar zum Check ins Krankenhaus, glücklicherweise ohne größere Blessuren. Größter Pechvogel des Wochenendes: Max Riebe, der es nach gutem Training gerade mal in die Startaufstellung von TRIUMPH-Challenge-Rennen 1 schaffte, selbige aber kurz vor Start mangels Vortrieb schiebend verlassen musste. 0 Punkte für einen der Meisterschafts-Mitfavoriten waren ganz sicher nicht der Plan, vor allem, wenn Sportskamerad Michael Kunz souverän zwei Laufsiege und die volle Punktzahl herausfährt.

    Das Kunststück gelang dem TRIUMPH Street Triple-Cup-Kollegen Gabriel Noderer beim Saisonauftakt der Serie auf dem Sachsenring Ende Mai. Alle Vorzeichen deuteten auf eine Wiederholung dieses Coups hin, hätte das Hockenheimer Wetter nicht just vor dem ersten T-Cup-Lauf für Kapriolen gesorgt. Als Regenrennen ausgerufen standen die Fahrer vor der kniffligen Wahl der richtigen Reifen. Regen oder Slick? Kurz vor dem 1. Aufruf zum Rennen war die Piste weitgehend trocken, somit setzen viele Fahrer auf Slicks. Pünktlich nach der 1. Durchsage begann es zu tröpfeln. Hektische Betriebsamkeit in den Boxen. Jedenfalls bei Teilen des T-Cup. Umrüsten auf Regenreifen. Die Jungs schwitzten und bekamen teils just in time die Räder umgebaut. Einige montieren nicht. Weil sie Regen grundsätzlich ablehnen. Und nicht in einen zweiten Satz Felgen investiert haben. Cup-Urgestein Hajo Ammermann beispielsweise gehört dieser Fraktion an. Oder eben Titelfavorit Noderer. Der pokerte. Viele anderen mit ihm. Und verzockten sich grandios. Mit Öffnen der Boxengasse für die Startaufstellung begann es in Strömen zu regnen. Die Slick-Fraktion balancierte wie auf rohen Eiern über den jetzt extrem schmierigen Asphalt, der zudem sehr unter einem kurz zuvor abgehaltenen Open Air-Konzert gelitten hatte und verließ die Strecke sehr zur Verwunderung der Rennleitung unverrichteter Dinge.

    Ein für T-Cup-Verhältnisse geradezu minimalistisches Starterfeld geht auf die Reise und dezimiert sich durch Stürze noch weiter. Lohn der Angst für alle, die ins Ziel kamen: heißbegehrte Punkte. Und zum wiederholten Male eine eindrucksvolle Machtdemonstration von Ole Bartschat, dem Regengott des TRIUMPH Street Triple-Cups. Der sich souverän den Laufsieg holt, gefolgt von zwei alten Windgesichtern, denen Regen ganz besonders zu liegen scheint: Uli Bonsels und Harald Kaufmann, beide Ü50, zeigten der jungen Garde mal eben, wie man im Regen sicher und schnell Motorrad fährt. Bonsels wünschte sich denn auch für den Rest der Saison vor allem eines: Regen.

    Eher unwahrscheinlich, dieser Wunsch. Der 2. Lauf des TRIUMPH Street Triple-Cup bei optimalen, da trockenen Bedingungen rückte das Kräfteverhältnis dann wieder zurecht. Noderer mit einem Beinahe-Start-Ziel-Sieg vor dem Eidgenossen Erich Peter, T-Cup-Sieger 2013, und Altstar Leonhard Neels, der nebenbei eindrucksvoll belegte, dass auch Street Triple-Modelle aus den Jahren 2008 bis 2010 noch für Podiumsplätze gut sein können. Ebenfalls Zeichen für die Ausgewogenheit im Triumph Street Triple-Cup.

    Das Video zum Anschauen: http://www.triumph-cup.de/videos/t-cup-2014/

    Das nächste Rennwochenende für beide TRIUMPH-Rennserien ist in Oschersleben vom 18. bis 20. Juli im Rahmen einer Veranstaltung von Bike Promotion.  

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